Geburtshaus Bad Tölz
Hebammenbetreute Geburt in Bad Tölz

Berichte von Familien

An dieser Stelle möchten wir Familien zu Wort kommen lassen, die von uns betreut wurden.


Endlich schaffen wir es Euch auf diesem Weg zu danken! Denn unser Karl Ludwig hat am 13.11.2014 im Geburtshaus das Licht der Welt erblickt!

Nach einer sehr entspannten zweiten Nacht über Termin ist morgens am 13.11.14 um 9:40 Uhr die Fruchtblase aufgegangen... Nur ein paar Tröpfchen, da haben wir schnell Kathleen angerufen die kurze Zeit später gleich vorbei schaute. Unser Gefühl sagte, das es noch etwas dauern könnte, ist ja schließlich das erste Kind und somit fuhr Kathleen kurze Zeit später wieder. Wir verabredeten uns für später im Geburtshaus, da die Wehen ja noch nicht sehr stark waren. Mit dem Ziel unser Mittagessen zu genießen hielt ich tapfer, die nun doch schnell stärker werdenden Wehen aus, auch damit der Papa gut gestärkt in die Geburt geht! Um 12:50 Uhr waren dann die Wehen schon sehr kurz hinter einander und es wurde höchste Zeit nach Tölz zu fahren... Was von Penzberg für einen werdenden Papa eine Ewigkeit dauern kann!!! wenn die Mama auf dem Rücksitz lautstark "AOUM"s aus dem Yoga-Kurs ruft!!! Endlich erreichten wir mit Schweißtropfen das Geburtshaus, wo Kathleen bereits alles vorbereitet hatte und dem werdenden Papa, nur durch ihre Anwesenheit Erleichterung schenkte. Den Tee konnte sie leider nicht mehr kochen, denn unser kleiner Karl hatte es nun doch sehr eilig! Kurze Verschnaufpause auf dem Bett, damit das Wasser einlaufen konnte und dann ganz schnell in die Wanne, denn kurze Zeit später ging es los. Nach "wie im Flug vergangenen" 2 Stunden, dem tollen Gefühl schon die Haare anfassen zu können, Papas Hand immer auf meinen Rücken zu spüren und mit gutem Zureden von Kathleen und Anna-Maria, das uns sehr viel Kraft gab, kam unser Karl Ludwig um 15:36 Uhr wie von selbst unter Wasser in meine Hände zur Welt! Ein so atemberaubendes Glücksgefühl!!!! Danke für diese tolle Möglichkeit der selbstbestimmten Geburt! Ein Glücksgefühl was nicht nur dem Papa tränen in die Augen zauberte! Herzlichen Dank!!!

Und danke für die anschließende Ruhe der Kuschelzeit und das gemeinsame Essen. Danach könnten wir ganz entspannt und voller Euphorie nach Hause fahren, dieses Mal auch ganz langsam ;)...


Geburtsbericht Elias 30.10.2014

Nachdem wir verstanden hatten, worauf es beim Gebären ankommt, war für uns klar: Wenn es die Umstände zulassen, dann wollen wir für die Geburt unseres Kindes in ein Geburtshaus. Nachdem im Juli feststand, dass wir nach Marktoberdorf umziehen würden, haben wir gleich im Geburtshaus Erdenlicht in Kempten angefragt, ob wir für die Geburt dorthin kommen könnten. Leider waren sie dort für Ende Oktober schon ausgebucht und so machten wir uns auf die Suche nach einer anderen Möglichkeit. Wir wurden in Bad Tölz fündig und gingen ab diesem Zeitpunkt auch regelmäßig zur Vorsorge dorthin. Auf diese Weise konnten wir unsere wunderbare Hebamme Kathleen kennenlernen. Wir verstanden uns auf Anhieb und fühlten uns wohl miteinander.

Am 29.10.2014 am Vormittag "zeichnete" unser Kind und kündigte sich an, sodass wir davon ausgingen, dass die Geburt innerhalb der nächsten 24 Stunden anfangen würde. Am frühen Abend haben wir uns dann in sternenklarer Nacht bei Mondschein auf den Weg Richtung Bad Tölz gemacht. Die Fahrtzeit von Marktoberdorf nach Bad Tölz beträgt 1 Std und 15 min. Da wir nicht sicher waren, wie schnell alles gehen würde und es ja auch unsere erste Geburt sein würde, wollten wir uns lieber frühzeitig auf den Weg machen. Wir haben uns in Bad Tölz ein Zimmer genommen um dort die verbleibenden Stunden in Ruhe zu verbringen. Dort haben wir uns um 23.00 Uhr ins Bett begeben. Der werdende Papa konnte noch ein paar Stunden schlafen, die werdende Mama kam nicht mehr dazu. Die Wehen kamen alle 15 min und erforderten bereits einige Aufmerksamkeit. Um halb drei war es Zeit zu gehen, Kathleen wurde angerufen und eine halbe Stunde später trafen wir sie im Geburtshaus.

Tatsächlich war genau in dieser Nacht der seltene Fall eingetreten, dass im Geburtszimmer bereits eine Geburt im Gange war. Deshalb richtete Kathleen den Kursraum für uns her.

Da ging es dann weiter mit regelmäßigen Wehen. Die Gebärende verlangte nach dem Zaubertrank aus Ingwer, Nelken, Zimt und Eisenkraut und wehte dann auf dem Bett weiter vor sich hin. Zwischen den Wehen war sie sehr müüüüde und ruhte sich aus. Um 5.00 Uhr, als ihr Partner sich gerade zu ihr gekuschelt hatte, platzte - plopp - die Fruchtblase. Ab da wurden die Wehen stärker und folgten in kürzeren Abständen. Die Mama lief im Zimmer umher, ging aufs Klo, zwischen den Wehen immer tiefe Entspannung. Das Einzige, was ihr im Kursraum an Equipment fehlte, war ein Tuch, das von der Decke hängt, zum dran hängen. Während der Wehen wollte sie nicht angefasst werden, zwischen den Wehen verlangte sie nach Wasser und genoss auch Massagen und Berührungen. Allgemein war sie in sich gekehrt, nahm jedoch die Anwesenheit und Unterstützung von Kathleen, Anna-Maria und ihrem Partner dankbar wahr. Lieblingsmusik und Kerzenlicht taten gut.

Es wurden verschiedene Gebärhaltungen eingenommen und es durfte gepresst werden. Als das Geburtszimmer frei wurde, zogen wir dorthin um. Und um 8.36 Uhr kam das kleine Schätzchen dort in der tiefen Hocke zur Welt. Ab aufs Bett zum Kuscheln und Kennenlernen, an der Brust trinken und das Glück begreifen.

Zu guter Letzt sollte nun noch die Plazenta geboren werden. Leider wollte das verflixte Ding nicht herauskommen, obwohl sie mit allen Mitteln gelockt wurde. Sie saß fest. Also musste die morgendliche Gemütlichkeit und das gemeinsame Frühstück, auf das wir uns schon gefreut hatten, leider ausfallen und wir stattdessen in die Klinik fahren. Kathleen kam auch mit. Der Frauenarzt in der Klinik konnte die widerspenstige Plazenta, die sich zwar von der Gebärmutterwand gelöst hatte, jedoch aus irgendeinem Grund fest hing, zum Glück ohne größere Schwierigkeiten lösen und heraus holen und so gab es ein Happy End. Nach einer Nacht in der Klinik durften wir am nächsten Tag nach Hause :)

Fazit: Die Geburt war wunderbar und wenn wir einmal wieder gebären wollen, dann werden wir dafür gerne und voller Vertrauen wieder ins Geburtshaus Bad Tölz kommen. Die ermutigenden Worte, das Lob, die Ruhe, die Anwesenheit und die wichtigen Anweisungen von Kathleen und Anna-Maria und die unermüdliche intensive Unterstützung des Partners waren Gold wert <3 <3 <3


Gerade hatten wir bemerkt, dass sich ein freudiges Ereignis ankündigen würde, da konnten wir beim Arzt schon das winzige Herzchen schlagen hören.

Der voraussichtliche „Liefertermin“ wurde auch gleich ausgerechnet: Am 04. Oktober 2013 sollte es soweit sein – aber gleich wurde uns auch gesagt, das „die Kinder“ nie pünktlich wären.

Wir waren gerade mitten beim Kartons packen, als uns diese freudige Nachricht erreichte. Im April 2013 sind wir von Hamburg nach Bayern gezogen. Dort lernten wir Claudia und dann das Geburtshaus kennen. Die Atmosphäre hat auf uns sehr anziehend gewirkt. Vor allem beim ersten Kind weiß man nicht, was genau auf einen zukommt. Daher war die ruhige und vertraute Atmosphäre besonders wertvoll.

Ich (Tanja) habe mich sofort für Claudia als betreuende Hebamme entschieden. Die Schwangerschaft über wurde ich abwechselnd vom Frauenarzt und von Claudia betreut. Bei allem stand sie immer mit gutem Rat und praktischer Hilfe bereit und mit jeder Vorsorgeuntersuchung stieg das Vertrauen.

Am 03. Oktober (ein Donnerstag) – nutzten wir den schönen sonnigen Tag aus, um noch eine kleine Wanderung (naja eher Spaziergang) Richtung Sonnenspitz zu machen. Bei der ersten schönen Wiese war erst mal Fotoshooting angesagt. So groß und toll im Sonnenschein den Kugelbauch zu fotografieren hat vor allem mir (Matthias) Spaß gemacht… (Tanja sagt hier an der Stelle nichts darüber ob das noch sonderlich bequem war… aber die Bilder sind toll geworden!!) . irgendwie waren wir uns aber sicher: Dieses Wochenende würde unser Kind noch nicht zur Welt kommen. Eher erst in einer Woche oder so….

Auf dem Rückweg kam bei mir (Tanja) ein leichtes Ziehen auf. Ich hab mich gefragt, ob das die Senk- oder schon die richtigen Wehen sind. Aber wie Claudia mir erklärte sind es dann richtige Wehen, wenn du z.B. fernsiehst und dich nicht mehr darauf konzentrieren kannst. So schlimm war das denn doch nicht. . .

Dann gab es noch Tee und Kuchen am Walchensee bei schönem Sonnenschein… Ein toller Herbsttag.

In der Nacht wurde ich gegen 4:30 Uhr wach. Es war deutlich mehr als ein „leichtes Ziehen“. Erst alle zwanzig Minuten, dann alle 10 Minuten und zwar regelmäßig. Da hatte ich schon das Gefühl,: „Das sind die richtigen Wehen!! Jetzt würde ich beim Fernsehen nichts mehr mitbekommen….“.

Bald Papa Matthias wurde gegen 5 Uhr morgens geweckt… „Es geht los“, sagt Tanja. „Die Wehen sind da.“

Matthias: „Wie oft?“

Tanja: „Alle 10 Minuten…“

Matthias: „Du weckst mich viel zu spät. Wir müssen sofort los und ich bin nicht rasiert!“

Da Claudia ohnehin um 9:00 Uhr zur Vorsorge kommen sollte, beschlossen wir bis dahin abzuwarten und ruhig (RUHIG!!!) zu bleiben. Sicherheitshalber haben wir aber um halb 9 Uhr doch angerufen, ob Claudia auch wirklich auf dem Weg ist.

Als sie da war, hat sie festgestellt, dass es zwar schon losgeht aber noch nicht Zeit ist, ins Geburtshaus zu fahren.

Sie empfahl mir ein Bad um dann zu gucken, ob die Wehen stärker werden würden. Das wurden sie! Ich hab mich dann hingelegt, um Kräfte für später zu sammeln, denn etwas essen konnte ich ja gar nichts; alles war mir zuwider. Dann bekam ich einen komischen Druck im Bauch. Ich dachte, dass das Baby aber doll mit dem Kopf nach unten gedrückt hatte….dabei war es aber nicht der Kopf, sondern die Fruchtblase ist geplatzt. Matthias hat dann sofort Claudia angerufen und wir haben uns dann mittags am Geburtshaus verabredet.

Mit den Worten „Claudia, es ist ernst!“ stürmte ich in das Geburtshaus.

Claudia und Kathleen waren jederzeit ruhig und besonnen und gaben uns bei allem viel Sicherheit. Auch wenn Matthias bei jeder Veränderung ganz genau auf die Reaktion von den beiden achtete: Sie waren nicht aus der Ruhe zu bringen.

Claudia wusste, dass ich eine Wassergeburt wünschte. Deshalb haben sie mir gleich die Badewanne vorbereitet. Das Wasser war warm und das hat mir sehr gut getan. Allerdings musste ich dann doch noch mal wieder raus aus dem Wasser, weil es einfach noch nicht so weit war.

Mir wurde sogar im stehen von Claudia der Rücken massiert… Das tat gut.

Nach einem „Spaziergang“ im Geburtshaus wollte ich wieder in die Wanne. Diesmal hat das mir aber nicht so gut getan. Das warme Wasser machte meinem Kreislauf zu schaffen und so ging wichtige Kraft für die Geburt verloren. Dann bin ich auf das Bett gegangen. Ich fand es total entspannend. Die schlimmsten Wehen waren vorbei und ich hab alles irgendwie Claudia überlassen.

Sie hat mir gesagt, was ich machen sollte. Ich fand es sehr gut (auch wenn ich mich einfach nicht daran gehalten habe. Die Atmungsanweisungen sind irgendwie an mir vorbeigegangen….).

Dann richteten die beiden schon den Platz für unser Baby her. Die Wärmelampe wurde eingeschaltet. Als Matthias meinte: „Dann kann es ja nicht mehr lange dauern!“, bekamen wir zur Antwort: „Ach, wenn‘s doch noch dauert: Die Lampe können wir auch wieder ausmachen…“ – aha ;-)

Als man schon etwas von dem Köpfchen sehen konnte, meinte Claudia: Jetzt in die tiefe Hocke und dann würde das Baby schon bald kommen. Nach ein paar heftigen Wehen war es dann so weit und wir konnten unsere Tochter endlich in die Arme nehmen.

Die Zeit danach fand ich am schönsten: ganz entspannt, Ruhe und Glück….Claudia und Kathleen haben uns genug Zeit gegeben, um alles ein wenig zu realisieren und zu uns zu kommen. Wir lagen zu dritt auf dem Bett und fühlten uns sehr wohl.

Als wir mit allem fertig waren, kam der Pizzamann(den hat Claudia bestellt) und hat uns Nudeln mitgebracht. Ich fand es total gut, denn ich hatte einen Bärenhunger! Nach dem Essen sind wir dann Heimgefahren. Nach eine Stunde kam Claudia bei uns vorbei und hat Matthias einen Windelschnellkurs gegeben.

Unsere Veronika ist tatsächlich pünktlich am 04. Oktober geboren worden. Wir sind sehr froh darüber, dass wir uns für das Geburtshaus entschieden haben. An dieser Stelle noch mal ein recht herzlichen Dank an Claudia und Kathleen, die uns bei diesem beeindruckendem Ereignis begleitet haben.

Tanja, Veronika & Matthias


Geburt von Dora am 17.09.2013

Für die Geburt unseres dritten und vermutlich letzten Kindes wünschte ich mir möglichst viel Vorfreude und möglichst wenig Angst. Nachdem ich es bei unserem Zweiten fast nicht mehr rechtzeitig ins Krankenhaus geschafft hatte, sagte ich schon damals leichthin "Beim nächsten machen wir eine Hausgeburt!" Das sagt sich so einfach, erst hatten wir doch noch viele Fragen und Bedenken, die wir in mehreren Gesprächen mit Claudia nach und nach aus dem Weg räumten. Da die Schwangerschaft trotz Kontakt mit Ringelröteln und demzufolge vielen Bluttests glücklicherweise völlig komplikationslos verlief, war für uns klar, dass eine Hausgeburt mit Claudia für uns gegenüber einer Klinikgeburt (auch eine ambulante Geburt hatten wir schon erlebt) deutliche Vorteile hatte: gemütliche Umgebung daheim, vertraute, selbst gewählte Hebamme, kein In-die-Klinik-und –wieder-zurück und die Möglichkeit, dass die beiden Brüder die Kleine schnell kennenlernen konnten.

Die Tage vor dem Geburtstermin wartete ich ungeduldig, der Alltag hochschwanger mit einem Zwei- und Vierjährigen wurde zunehmend anstrengend. Tagelang immer wieder Senkwehen, dann endlich eine ungewöhnlich ruhige Nacht, endlich wieder einmal entspannt schlafen, morgens um 5 Uhr wachte ich auf, ging aufs Klo und spürte Wehen, etwa alle 15 Minuten. Ging nochmal ins Bett, döste etwas, bis ich dann eine Stunde später meinen Mann weckte und dieser die Kinder, um sie für den Kindergarten fertig zu machen. Jetzt kamen die Wehen plötzlich alle 7 Minuten, mein Mann rief Claudia an, die sich gleich auf den Weg machen wollte. Wie vereinbart, warnte sie die zweite Hebamme Kathleen schon einmal telefonisch vor, weil es ja vermutlich wieder eher schnell gehen würde bei mir. Um 7.15 Uhr kam sie schwer bepackt hoch zu uns ins Schlafzimmer, wo ich schon schnaufend an die Wand gelehnt die Wehen veratmete. Unsere Jungs kannten Claudia ja bereits von den Vorsorge-Hausbesuchen und riefen ihr entgegen: "Wir wollen das Baby rausziehen helfen!" Das war trotz bereits starker Schmerzen meinerseits doch sehr lustig! Mein Mann zog mit den Jungs zum Bäcker, um dort zu frühstücken und dann den Kindergarten anzusteuern, wo wir auch den Zweijährigen ausnahmsweise für kurze Zeit parken durften.

Für mich war das Ankommen von Claudia schön: Die Hausgeburt rückte nun in greifbare Nähe, Claudia kam rein, stellte ihre Taschen ab und begann sofort, mir den Rücken zu massieren. In den Wehenpausen holte sie alles Nötige aus dem Auto, packte aus, zog sich um und redete immer wieder mit mir. Auch wenn ich nicht mehr groß links und rechts schaute, bekam ich doch mit, dass sie umsichtig alles vorbereitete, Tücher auspackte, die Sachen fürs Baby unter der Wärmelampe bereitlegte etc. Das war ein beruhigendes Gefühl. Ich kannte sie und konnte ihr einfach vertrauen, dass schon alles richtig gemacht wurde, dass sie sich gut kümmern würde. Der Muttermund öffnete sich innerhalb kürzester Zeit, so dass Claudia Kathleen abermals anrief, damit sie losfahre. Entgegen meiner Befürchtungen war es gar nicht unangenehm, als dann schließlich die zweite, mir nur von einem Vorgespräch bekannte Hebamme, dazukam. Kathleen war sehr nett und kam auf leisen Sohlen einfach dazu geschlichen, um etwa 8.15 Uhr war sie da, begrüßte mich freundlich, strahlte eine ganz ruhige Atmosphäre aus und setzte sich zu uns. Ein paar Minuten danach begannen die Presswehen, ich war im Vierfüßlerstand auf dem Boden und stützte mich auf einen Kissenberg am Fußende unseres Bettes. Trotz der Schmerzen war es doch ein schönes Gefühl, sich an den eigenen Kissen festhalten zu können. Vertrauter Blick aus dem Fenster, vertrauter Geruch, Temperatur wie gewünscht, alles gut. Claudia und Kathleen saßen hinter mir auf dem Boden und sagten mir immer wieder Beruhigendes und Aufmunterndes. Nachdem Claudia die Fruchtblase geöffnet hatte, war ich dabei, die Kleine mit 1-2 Presswehen auf die Welt zu befördern, aber Claudia bremste mich, zu schnell ist auch nicht gut, schließlich hörte ich erleichtert einen Babyschrei und Claudia, fast lachend: "Jetzt nochmal pressen, die brüllt schon, steckt aber noch halb drin!". Damit hatte ich's dann hinter mir und Dora war um 8.45 auf der Welt. Geschafft! Claudia erinnerte mich daran, dass ich sie mir doch selbst hochnehmen wollte, schon drückte ich sie an mich, ein unglaubliches Gefühl, und war so glücklich, von Claudia und Kathleen vorsichtig in mein eigenes Bett gehievt zu werden. Fünf Minuten später kam mein Mann vom Kindergarten zurück und wir hatten eine erste kostbare Stunde zu dritt, während die beiden Hebammen etwas aufräumten und sich dann für ein kleines Frühstück und die Schriftarbeit nach unten an den Esstisch verzogen. Es war gut, sie beide in Rufnähe zu wissen! Jederzeit für mich da. Kathleen machte schließlich die U1 bei mir im Bett, ganz behutsam. Schließlich verabschiedete sie sich und Claudia blieb noch bei mir, bis mein Mann die Jungs vom Kindergarten abgeholt hatte. Dann verabschiedete auch sie sich, als die Jungs ins Zimmer tippelten und kam dann noch am selben Tag abends zur ersten Nachsorge.

Es war ein unvergessliches Erlebnis zu Hause, meine mit Abstand schönste Geburt, es war ideal für uns. Sicher steht und fällt es mit der Wahl der Hebamme und Claudia hat uns toll begleitet. Würde ich nochmals schwanger, würde ich bereits auch die Vorsorgeuntersuchungen alle bei ihr machen und nur für den Ultraschall zum Arzt.

Danke Dir, Claudia, auch für die vielen Gespräche, guten Tipps und die Geduld!


Eine Achterbahnfahrt der Gefühle

Unser erster Kontakt zum Geburtshaus entstand am Tag der offenen Tür im Februar 2013. Noch nicht so richtig sicher was uns erwartet, begaben wir uns auf zum Treffen. Wir wurden sogleich freundlich empfangen und fühlten uns in den Räumlichkeiten sehr wohl. Claudia erklärte vieles und beantwortete geduldig die Fragen der anwesenden werdenden Mütter und Väter.

Nach einigen Tagen Bedenkzeit haben wir uns telefonisch für eine Geburt im Geburtshaus angemeldet und gehofft, dass Claudia noch einige Termine im August frei hätte. (Wie sich später herausstellen sollte, war dieser Monat ein wirklich Kinderreicher und auch Arbeitsreicher Zeitraum)

Regelmäßig trafen wir uns zur Vorsorge mit Claudia. Akkupunktur und Gespräche unterstützen uns in der aufregenden Zeit der Schwangerschaft. Vor allem als wir zum Ende hin sehr durch Ärzte und Kliniken verunsichert wurden, war sie uns eine wahre Stütze und ein Ruhepol zur Orientierung. Wir fühlten uns nie zu etwas gedrängt, ganz im Gegensatz zu den Gesprächen mit dem Gynäkologen und Klinikmitarbeitern. Letztere rieten uns immer wieder aufgrund der Größe unserer Tochter, die nicht in das starre Normbild der Mediziner passte, zu einer Geburt in einer Fachklinik. Es wurde mit Fachbegriffen wie Mangelversorgung und Wachstumsstopp um sich geworfen. Auch das Risiko, dass sie die Entbindung nicht auf natürlichem Weg schaffen könnte wurde immer wieder hervorgehoben. Aufgrund dessen, dass unser Baby allerdings bis zum Ende gut versorgt wurde und der Kindseigene Blutkreislauf optimal war, entschieden wir zu warten.

Mit einigen Hausmittelchen und der Unterstützung durch Claudia versuchten wir allerdings den Geburtstermin etwas nach vorn zu verlegen. Allerdings hatte sich unser Nachwuchs da wohl etwas anderes vorgestellt und wir gaben nach wenigen Tagen auf. Wir genossen die letzten Tage der Schwangerschaft, die endlich mal wieder von Ruhe geprägt waren, da wir unseren festen Standpunkt gefunden hatten.

Am 23.08.2013 bekam ich am Morgen mal wieder Wehen. Das kannten wir aus der Zeit der Senkwehen ja schon, weshalb wir erst einmal unbeeindruckt unser Frühstück begannen. Als sie jedoch über einen längeren Zeitraum alle 10 Minuten auftraten und ich sie schon wegatmen und tönen musste, informierten wir doch einmal Claudia. Nur für den Fall. Ein kurzer Besuch im Geburtshaus sagte uns aber, keine Zeichen am Muttermund. Danach folgte eine letzte Ultraschallkontrolle der Versorgung in Penzberg, falls die Wehen doch noch nachlassen sollten und wir noch über das Wochenende hinweg warten müssten. Doch ganz im Gegenteil. Auf dem Heimweg verkürzten sich die Abstände auf 3 Minuten. Bei diesen sollte es auch bis zum Ende bleiben.

Wieder zu Hause angekommen war ich noch einmal duschen, was die Wehen natürlich verstärkte. Ich begab mich auf die Couch in den Vierfüßlerstand. Claudia rief an und fragte wie es geht. Wehen beständig alle 3 Minuten. Daraufhin kam Claudia ca. 14:30Uhr zu uns nach Hause. Der Muttermund hatte sich 2-3cm zu geöffnet, endlich! Ich veratmete und vertönte meine Wehen im Vierfüßlerstand und Claudia akupunktierte mich noch einmal. Dies sollte den Muttermund unterstützen und weich machen. Dann fuhr sie vor ins Geburtshaus und sagte, dass wir wenns hier nicht mehr geht nachkommen sollen.

Um 16Uhr begaben wir uns dann ins Geburtshaus. In entspannter Atmosphäre kamen wir dort an. Getränke und Naschereien standen schon bereit. Ich stand oder lief durch die Gegend und landete aber meist wieder auf dem Bett mit Ball im Vierfüßlerstand. Irgendwann, ich hatte gar kein Zeitempfinden, fragte Claudia ob ich in die Wanne mag. Ich stimmte zu, denn eigentlich wollte ich schon immer eine Wassergeburt. Die Wehen wurden stärker und ich fand die Geburtswanne und das Wasser überhaupt nicht mehr toll. Also wieder ab aufs Bett in den Vierfüßlerstand. Später am Abend kam Ute, die zweite Hebamme. Das hieß, lange kann es ja nicht mehr dauern. Nach einigen Lagerwechseln und Schweißperlen auf unser aller Stirn war es 20:30Uhr endlich soweit. Claudia sagte wir gehen mal in die tiefe Hocke, der Kopf schaut schon leicht und es wird gut kommen wenn wir die Schwerkraft mit nutzen. Ich dachte - Das ist doch nicht ihr Ernst! Ich kann und mag nicht mehr und soll nun noch in die tiefe Hocke!? – Doch es war die beste Entscheidung. Kurze Zeit später kam auch schon der Kopf. Ich hörte Claudia nur sagen: "Da kommt die Hand gleich mit." OK, unsere Kleine hat es anscheinend eilig. Bei der nächsten Presswehe, war sie da. 20:47Uhr und unser Pünktchen Lina ist geboren. Was für ein Gefühl. Kurze Zeit später kam auch schon die Plazenta und Papa durchtrennte die Nabelschur. Claudia und Ute halfen mir auf das Bett und wir genossen erst einmal unser neues Familienglück.

Ute machte die U1 während Claudia meinen Damm versorgte. Dann ging es nach vorn aufs Sofa und es gab einen Snack nach der Anstrengung. Rennsemmel und Cola. Um 0:30Uhr machten wir uns auf den Heimweg. David hatte die Aufgabe Claudia Bescheid zu geben, wenn Mama und Tochter angekommen sind. Wir verabredeten uns für den nächsten Morgen um 8:30Uhr zur Nachsorge.

Für uns war es die Beste Entscheidung im Geburtshaus zu entbinden. Das vertraute Umfeld trug dazu bei, dass ich mich zu jederzeit gut aufgehoben und wohl fühlte.

Vielen Dank für die Unterstützung durch das gesamte Team des Geburtshauses! Besonderer Dank gilt Claudia, die mir und uns so viel Kraft und Unterstützung zukommen ließ. Wir werden Euch das nie vergessen und freuen uns auf ein nächstes Mal.

Liebe Grüße von David, Christin und natürlich Lina.


Geburtsbericht Samuel 07.07.2013

Als wir im Februar dieses Jahres von München nach Tölz gezogen sind, war ich bereits in der 19. Woche schwanger (erstes Kind) und habe mich auf die Suche nach einer Hebamme gemacht. Sogleich stach mir im Internet das Geburtshaus ins Auge. Ich habe mit Claudia telefoniert und einen Termin dort ausgemacht. Schon am Telefon fühlte ich mich entspannt durch ihre Stimme.

Vor Ort hat sie sich viel Zeit genommen und mir die Räumlichkeiten gezeigt, zu allen Zimmern etwas erklärt und dann geduldig alle Fragen beantwortet. Für mich stand spätestens da fest: ich möchte hier meinen Sohn auf die Welt bringen!

Die nächsten Vorsorgetermine hatte ich zuerst abwechselnd bei ihr und meinem Frauenarzt, nach kleineren Auseinandersetzungen mit ihm kehrte ich jedoch der Schulmedizin endgültig den Rücken und ließ mich ab der 33. SSW nur noch von Claudia betreuen. Ich fühlte mich zu jeder Zeit in sehr guten Händen und hatte niemals das Gefühl, einen Mediziner zu vermissen.

Nach den vielen Vorsorgeterminen, zu denen sich Claudia immer eine Stunde Zeit nahm für Bauch abtasten/messen, Herztöne hören, Blut abnehmen, Urin testen, Fragen beantworten usw. und dem Vorbereitungskurs bei Annemarie fühlte ich mich optimal auf die Geburt vorbereitet.

Der errechnete Geburtstermin (05.07.) rückte immer näher und prompt an dem Morgen wachte ich mit einer größeren Menge Flüssigkeit in der Hose und leichtem Ziehen auf. Ich teilte es sofort Claudia mit (gerade beim ersten Kind ist man ständig "auf dem Sprung"), sie gab jedoch bereits am Telefon Entwarnung, kam aber dennoch zu mir nach Hause, um einen Test zu machen, ob es Fruchtwasser war (Test war aber dann negativ).

An diesem Tag steigerte sich das Ziehen kontinuierlich bis in die Nacht hinein, so dass es letztendlich im 5 Minuten Abstand war und ich morgens um 5 Uhr Claudia anrief, um ihr das mitzuteilen. Sie machte sich auf den Weg und nach dem Abtasten des Muttermundes stellte sie fest, dass dieser erst Fingerkuppen-breit geöffnet war und diese Wehen noch keine waren, die "etwas nutzten". Sie ließ uns homöopathische Mittel da und meinte, wir sollten uns nochmal ausruhen/ausschlafen um fit für die nächsten Tage zu sein. Ich war ein wenig frustriert, schließlich hatte ich mir schon die ganze Nacht mit Schmerzen um die Ohren geschlagen.

Den Tag über verbrachte ich abwechselnd im Bett und in der Wanne, versuchte zwischen dem inzwischen starken Ziehen zu schlafen/ruhen. Gegen 23 Uhr hielt ich es nicht mehr aus und sagte Claudia Bescheid. Da zu dem Zeitpunkt bereits eine Geburt im Geburtshaus zugange war (an dieser Stelle liebe Grüße an Steffi), war Kathleen so lieb und kam zu uns nach Hause, um mich zu motivieren/ins Geburtshaus mitzunehmen. Denn der Muttermund war nun schon 4cm geöffnet.

Claudia hatte in der Zeit bereits den "Turnraum" gemütlich hergerichtet und wir wurden in einer schönen Atmosphäre empfangen. Obwohl ich aufgrund der letzten 24h bereits völlig erschöpft war, schafften es Claudia und Kathleen dennoch mit viel Geduld, Motivation und Verpflegung mit Kaffee für meinen Freund/einer herrlich kalten Cola für mich, dass ich verschiedene Positionen ausprobierte und viel rumlief, so dass letztendlich unser Sohn Samuel um 06:25 das Licht der Welt erblickte. Es war ein herrliches Gefühl, das wir gleich im Anschluss auf der Matratze zu Dritt genießen konnten! Erst nach einer Weile wurde nach der Plazenta geschaut, Samuel vermessen und ich genäht/sauber gemacht. Zu jeder Sekunde der Geburt hatte ich das Gefühl in sehr guten Händen zu sein und zu keiner Sekunde habe ich einen Arzt vermisst!

Danach durften wir weiter kuscheln und nach einem stärkenden Frühstück wurden wir gegen 11 Uhr von beiden nach Hause begleitet, sicher ins Bett gebracht und die ersten Dinge für die nächsten Stunden wurden hergerichtet. Noch am gleichen Abend kam Claudia wieder vorbei, um nach uns zu sehen. Bis zur U2 haben sie und Kathleen jeden Tag nach uns gesehen (zum Teil mehrmals täglich) und sich absolut einfühlsam und kompetent um uns gekümmert. Jetzt fühle ich mich sicher genug im Umgang mit dem Kleinen, so dass sich die Betreuung auf 2-3 Mal/Woche eingependelt hat.

Obwohl Samuel mein erstes Kind ist und unsere Eltern ca. 100km entfernt wohnen, fühl(t)e ich mich durch das Geburtshaus immer super betreut und niemals allein gelassen mit meinen Sorgen/Ängsten/Fragen, so dass sich die Eingewöhnung stressfrei einspielen konnte/kann.

Für mich war die Geburt (inkl. Vor- und Nachsorge) eine sehr schöne Erfahrung und ich würde mich jederzeit wieder in die kompetenten Hände des Geburtshauses begeben!

Vielen Dank vor allem an Claudia und Kathleen für die unendliche Geduld und Eure Wahnsinnsfürsorge!

Heidi, David & Samuel


Geburtsbericht Niels 28.08.2012

Wir sind knapp 3 Monate vor der Geburt von Niels nach Bad Tölz gezogen und waren sofort vom Geburtshaus und unserem ersten Treffen mit Claudia begeistert. Ich fühlte mich sofort wohl bei ihr und konnte mir dann nichts anderes vorstellen, als im Geburtshaus zu entbinden. Auch die letzten Vorsorgetermine hatte ich bei ihr und sie bereitete mich super auf die Geburt vor. Die Schwangerschaft verlief sehr entspannt und so sollte es auch mit der Geburt weitergehen. Am 28.08.12 um ca. 3 Uhr morgens spürte ich ein leichtes Ziehen, wovon ich aufwachte, aber gleich wieder einschlief. Ca. 40 min später wieder ein Ziehen, und so ging das bis ca. 6 Uhr morgens. Ich bin dann aufgestanden und machte mir Frühstück. Ich dachte zunächst, dass es vielleicht Übungswehen seien. Mein Mann kam dann zu mir und ich erzählte ihm davon. Er war sehr fürsorglich und packte schon mal unsere Taschen. Ich ging daraufhin noch zuhause in die Wanne um zu entspannen. Danach kamen die Wehen regelmäßiger und bei 20 Min. Abstand riefen wir Claudia an, die sich gleich auf den Weg machte. Sie untersuchte mich und da kamen die Wehen dann auch schon schneller und intensiver, dass sie uns gleich mit ins Geburtshaus nahm. Dort angekommen machten wir es uns gemütlich und ich konnte die Geburt kaum erwarten. Mein Mann unterstützte mich bei jeder Wehe und Claudia kontrollierte mit Kathleen, die als zweite Hebamme später dazu kam, immer wieder die Herztöne und meinen Muttermund. Ich wechselte auf Anweisung von Claudia die Positionen, vom Liegen zum Stehen und Hocken, um es unserem Niels zu erleichtern sich in die richtige Lage zu schieben. Die Wehen kamen dann schon in kürzeren Abständen und ich war bei den letzten Wehen auf dem Gebärhocker, was ich als sehr angenehme Position empfand und mir das Schieben erleichterte. Nach ca. 4 Stunden war es dann soweit und von meinem Mann stützend, und stets guten Zureden von Claudia, kam Niels mit entspannten Herztönen um 14:17 Uhr auf die Welt. Es war für uns ein unglaublich, unbeschreibliches Gefühl. Wir hockten noch eine kleine Weile und dann durften wir zum Kuscheln auf das Bett. Wir konnten unsere Augen nicht von ihm wenden. Dann wurde Niels saubergemacht und angezogen. In der Zwischenzeit wurde ich von Claudia genäht und dann durften wir weiter kuscheln. Wir bekamen auch noch was Leckeres vom Asiaten zu essen und konnten uns in aller Ruhe erholen und zu Kräften kommen. Claudia hat uns dann nach Hause gefahren und uns zuhause noch mehrere Tipps für unsere 1. gemeinsame Nacht zu dritt gegeben. Es war für uns das schönste Erlebnis im Geburtshaus unseren Sohn auf die Welt bringen zu dürfen und dabei 2 kompetente und sehr liebevolle Hebammen wie Claudia und Kathleen an unserer Seite zu haben. Es war eine sehr schöne heimische Atmosphäre und ich kann mir die nächste Geburt nur dort wieder vorstellen und es ist toll dass es das Geburtshaus gibt.

Vielen lieben Dank Claudia und Kathleen für eure Unterstützung und Tipps und für die liebevolle Nachsorge.

Tatjana, Chris und Niels


Nach eigentlich keiner Wartezeit denn der Termin wäre einen Tag später gewesen fingen dann die trotzdem sehnlichst erwarteten Wehen endlich so gegen 4:30 Uhr morgens an, schön mild eigentlich sehr erträglich aber aufgeweckt haben sie mich trotzdem. Ich habe die nicht so ernst genommen, denn bei meiner ersten Geburt gab man mir Oxytocin, was die Wehen fast unerträglich machte, da konnte ich mir irgendwie nicht vorstellen das dass jetzt echte Wehen sein könnten!

Aber ich stellte dann fest dass die regelmäßig waren und hab dann am Vormittag bei Annemarie angerufen, die meinte ich sollte etwas spazieren gehen um das ganze etwas in Gange zu bringen. Also raus, ich und mein erster Sohn, auf den Spielplatz. Das war auch sehr schön, die Sonne schien, und mit dem rumlaufen merkte ich die Wehen weniger, dass ich fast dachte das war's jetzt, falscher Alarm...

Wieder zuhause angekommen waren die Wehen dann doch regelmäßig und wurden etwas kräftiger, was mich freute, ich fing dann doch an zu glauben dass es bald soweit sein könnte. Also nochmal mit Annemarie geredet, sie empfiehl mir eine schöne lange Dusche um zu sehen ob die Wehen echt seien, aber auch um einfach zu entspannen. Ab in die Dusche, war das schön, die Wehen gleichbleibend (hurrah) und durch das Wasser viel entspannter, da wusste ich dass es das richtige für mich ist im Wasser zu gebären, so wie ich mir das von vornherein eh schon gewünscht hatte.

Wir hatten noch einen Gast zum Kaffee da, was eine angenehme Ablenkung war, aber als Annemarie dann anrief und meinte sie käme dann so in ein paar Stunden vorbei war ich doch froh.

Um acht kam Annemarie und nahm mich gleich mit, was wirklich toll war, denn für uns wäre das schwer gewesen da ja noch einer zuhause mit dem Kleinen bleiben musste.

Im Geburtshaus angekommen wollte ich mich eigentlich nur noch hinlegen, dachte mir ich muss ja etwas durchhalten, also ruhe ich mich erstmal etwas aus - natürlich brav auf meiner linken Seite!

Nach etwa 45 Minuten hat Annemarie dann mal nachgeguckt wie weit ich sei, und stutzte etwas, fühlte nochmal nach und meinte es wäre alles offen und bereit, ich könnte machen was ich wollte.

Hab ich natürlich gesagt ab in's Wasser - was Annemarie auch schon vorbereitet hatte obwohl sie ja nicht wissen konnte dass es so schnell soweit sein würde, wunderbar!

Das Wasser hat auch sehr geholfen, und ich war wie in einer anderen Welt, konnte mich voll konzentrieren, kein Lärm, schönes sanftes Licht und warmes Wasser. Annemarie hat mir noch den Rücken massiert, ganz wunderbar, und dann fingen auch recht schnell die Presswehen an. Eine Stunde muss ich wohl im Wasser gewesen sein, insgesamt hat es im Geburtshaus nur zwei Stunden gedauert bis der kleine geboren war. Und ich möchte ein riesiges Danke vor allem an Annemarie und natürlich an Nadia sagen (auch an Mona die als Studentin mit dabei war), dafür dass ich genau die Geburt hatte die ich mir gewünscht hatte und dass ich so gerne an diese Stunden denke...


Geburtsbericht Lilli 29.12.2012

Bereits nachdem wir den liebevoll gestalteten und sehr interessanten Infotag besucht hatten, stand für uns fest, dass wir unser erstes gemeinsames Kind im Geburtshaus willkommen heißen wollen.

Claudia hat bereits die Vorsorge während der Schwangerschaft durchgeführt und stand uns immer liebevoll, hilfsbereit und mit guten Ratschlägen zur Seite. Selbst wenn die Ärzte einen wegen gewisser Dinge unruhig gemacht haben, konnte Claudia uns immer beruhigen und hatte auch jedes Mal mit Ihrer "Diagnose" Recht.

So entstand bereits vor der Geburt ein sehr vertrautes Verhältnis. Hilfreich war auch, der vom Geburtshaus angebotene Vorbereitungskurs.

Am 26.12. bin ich morgens aufgestanden und hatte Blut und Schleim in der Unterhose. Aufgeregt habe ich Claudia angerufen. Sie hat mir dann erklärt, dass wahrscheinlich lediglich der Schleimpfropf abgegangen ist und kam dann auch noch vorbei und hat mich untersucht und akupunktiert.


In der Nacht von 26. auf 27.12. hatte ich ziemliche Schmerzen im Unterleib. Bei einer Vorsorgeuntersuchung beim Frauenarzt stellte sich raus, dass sich lediglich der äußere Muttermund verkürzt hat. Mir wurde gesagt, dass ich theoretisch heute Abend oder auch in zwei Wochen mit diesem Befund entbinden kann. Als ich beim Frauenarzt rausgegangen bin, habe ich meinen Ehemann angerufen und ihm das Ergebnis der Untersuchung mitgeteilt. Außerdem sagte ich ihm, dass ich im Gefühl habe, dass sie innerhalb der nächsten zwei Tage kommt.


Freitag den 28.12. lag ich mit Migräne den ganzen Tag flach und ab drei Uhr morgens kamen diese Unterleibsschmerzen in einem Abstand von 10 Minuten wieder. Zuerst dachte ich, dass sich der äußere Muttermund weiter verkürzt. Ab sechs Uhr morgens konnte ich nicht mehr liegen und die Schmerzen kamen in Abständen von 5 Minuten. Nach einem Bad musste ich die Schmerzen schon veratmen und wegtönen. Zuerst war ich mir nicht sicher, ob es Wehen sind oder nicht.

Nachdem sechs Stunden zwischenzeitlich vergangen waren, habe ich Claudia gegen Mittag angerufen und anschließend meinen Ehemann benachrichtigt.
Mein Ehemann kam nach Hause und kurze Zeit später traf Claudia ein und hat bei einer Untersuchung festgestellt, dass der Muttermund zwei Zentimeter offen ist und wir langsam ins Geburtshaus fahren können.

Claudia ist vorgefahren und wir sind nachdem wir in Ruhe alles zusammen hatten, nachgekommen. Gegen 15:30 Uhr sind wir im Geburtshaus eingetroffen und wurden bereits mit Kerzenschein empfangen. Zuerst haben wir unsere mitgebrachte Musik angestellt und ich durfte dann zur Entspannung ein Bad nehmen. Nachdem Claudia gehört hatte, dass mein Mann und ich beide nur gefrühstückt hatten, ist sie zum Einkaufen gefahren.

Die meiste Zeit habe ich die Wehen im Stehen oder im Laufen veratmet/vertönt. Claudia hat sich in angemessenem Rahmen zurückgehalten und war immer zur Stelle, wenn ich sie brauchte. Später musste ich mich dann aufs Bett legen, damit der Kopf besser ins Becken rutschen kann. Dort ist nach einiger Zeit auch mein Blase gesprungen. Die Wehen kamen in immer kürzeren Abständen und wurden stärker. Claudia hat dann gefragt, ob ich nochmal in die Badewanne möchte und hat mir Wasser eingelassen. Zuvor hat sie noch Nadja, die zweite Hebamme, benachrichtigt.

In der Badewanne kam dann schließlich um 20:58 Uhr mit viel Unterstützung und Motivation von meinem Ehemann, Claudia und Nadja unsere wunderschöne Tochter Lilli zur Welt (48 cm, 34 cm Kopf, 3080 g).

Ich durfte sie mir, als ich verschnauft hatte, selber aus dem Wasser holen und habe sie mir erst einmal auf die Brust gelegt. Mein Ehemann durfte dann die Nabelschnur, nachdem diese auspulsiert war, durchschneiden und hat unsere Tochter auf den Arm genommen, während wir die Nachgeburt abgewartet und mich dann noch abgeduscht haben. Unsere Tochter wurde mir dann, nachdem es mir kuschelig, gemütlich und warm im Bett gemacht wurde, angelegt.

Nadja hat die U1 durchgeführt. Mein Mann hat anschließend mit unserer Tochter gekuschelt während Nadja und Claudia mich untersucht haben und meine Dammverletzungen sehr behutsam und einfühlsam genäht/versorgt haben. Anschließend wurde uns die Plazenta gezeigt und ausführlich erklärt. Danach haben wir noch einen Mitternachtssnack eingenommen, bevor wir um 0.30 Uhr die Heimreise zu dritt angetreten haben.

Wir sind sehr glücklich, dass wir im Geburtshaus entbunden haben. Das war die beste Entscheidung überhaupt. Es war ein unvergesslich schönes Erlebnis unsere Tochter in so einer angenehmen, schönen, liebevollen und vor allem natürlichen Atmosphäre auf die Welt zu bekommen. Wir denken immer gerne an dieses Erlebnis zurück und reden oft darüber. Wir sind davon überzeugt, dass durch diese Entbindung auch die Bindung zu unserer Tochter sehr viel intensiver ist.

Auch die Nachsorge von Claudia war uns eine große Hilfe. Sie ist immer wenn wir sie gebraucht haben, gekommen und hatte wertvolle Tipps und Tricks im Umgang mit unserer Tochter.
Wir glauben es gibt nichts, was Claudia nicht weiß und wir sind froh, so eine kompetente Hebamme an unserer Seite zu wissen. Bald ist die Nachsorge vorbei und wir sind jetzt schon traurig, Claudia dann nicht mehr so oft zu sehen…

Wir danken von ganzem Herzen für die Unterstützung während der Schwangerschaft, Geburt und in der Zeit danach.

Danke Claudia, Du hast unser Wunder noch wunderbarer gemacht.
Ihr leistet tolle Arbeit und es ist schön, dass es das Geburtshaus gibt.
Macht weiter so. Ihr könnt echt stolz auf das sein, was Ihr aufgebaut habt und leistet.

Sabine Niko und Lilli


Geburt von Samuel Juliano am 23.10.2012

Ich war schon im 9. Monat, als ich endlich wusste, wohin wir umziehen würden, und mich auch darum kümmern konnte, wo ich mein Kind bekommen würde. Um so glücklicher war ich, als vom Geburtshaus in Bad Tölz eine positive Antwort kam, obwohl meine Anfrage ja ziemlich kurz vor knapp war!

Schon auf der Homepage hatte mir das Geburtshaus gut gefallen, und als wir dann zum Kennenlerntermin mit Claudia dort waren, wusste ich, hier bin ich gut aufgehoben. Die Atmosphäre war genau so ruhig und gemütlich, wie ich es mir vorgestellt hatte, und wir wurden ausführlich über alles Wichtige informiert und durften unsere Fragen stellen. Danach konnten wir sicher sein, dass wir kompetent und verantwortungsvoll betreut wurden und nicht, wie leider viele immer noch meinen, "mutig" oder gar "leichtsinnig" waren, uns gegen eine Geburt im Krankenhaus zu entscheiden.

Die verbleibenden Vorsorgetermine nahm ich dann auch im Geburtshaus wahr. Die Spannung und Vorfreude wurde mit jedem Mal größer und ich konnte schließlich das große Ereignis kaum noch erwarten! Nun, der Bauch wuchs und wuchs und das Köpfchen wanderte schon an die Startposition, doch es ließ sich natürlich nicht sagen, ob es schon bald so weit sein würde oder ob ich noch Geduld brauchen würde…

Acht Tage vor dem Entbindungstermin ging es dann abends plötzlich los: Blasensprung! Große Aufregung. Die ganzen letzten Wochen war ich viel in Bewegung gewesen, hatte bis zum Schluss noch Sport gemacht in der Hoffnung, dass dies die Sache vielleicht etwas beschleunigen wurde. Nur an diesem Tag hatte mein Körper plötzlich nach Ruhe und Nichtstun verlangt. Jetzt wusste ich, warum, denn ich würde meine Kraft nun brauchen!

Sogleich rief ich Claudia an. Da ich jedoch noch keine Wehen hatte, empfahl sie mir, zu versuchen, noch etwas zu schlafen, und mich wieder zu melden, wenn die Wehen sich dann deutlich bemerkbar machten. Doch an Schlaf war natürlich nicht mehr zu denken! Stattdessen lief ich immer wieder ins Bad, redete aufgeregt auf meinen Mann ein und wartete ungeduldig auf die Wehen. Lang musste ich allerdings nicht warten, schon bald setzten leichte Wehen ein, die in immer kürzeren Abständen kamen. Ich beschloss, dass ich noch eine Stärkung brauchte, und kochte mir nachts um eins kurz entschlossen noch Grießbrei. Als der verputzt war, wurde es auch schon höchste Zeit, ins Auto zu steigen. Bei Nacht und Nebel ging es nach Tölz – nicht ohne dass der werdende Papa sich in seiner Aufregung noch den Kopf an der Kofferraumklappe stieß und eine kleine Platzwunde davontrug, die aber zum Glück nicht schlimm war.

Im Geburtshaus angekommen, wurde die ganze Aufregung durch die Ruhe und Gelassenheit, die Claudia ausstrahlte, etwas gemindert. Wir durften es uns gemütlich machen und wurden dann erst mal in Ruhe gelassen, wobei Claudia die ganze Zeit im Nebenraum war und immer wieder nach mir sah. So bekam auch mein Mann die Chance, voll und ganz dabei zu sein und mich nach Kräften zu unterstützen.

Die ersten Stunden vergingen wie im Flug, und auch wenn die Abstände zwischen den Wehen immer kürzer wurden, waren die Schmerzen gut zu ertragen und ich fühlte mich fit. Irgendwann machten sich die Anstrengung und die schlaflose Nacht dann aber doch bemerkbar. Der Muttermund war schon fast vollständig und eigentlich sah es so aus, als könnte es jetzt richtig losgehen, aber an diesem Punkt ließen mich die Wehen im Stich. Zum Glück ahnte ich nicht, welch harter Kampf mir in den kommenden Stunden noch bevorstand! Da ich nur sehr schwache Wehen hatte, musste ich mich für jeden Millimeter unglaublich anstrengen. Ich wollte aber unbedingt im Geburtshaus bleiben und nichts von Klinik und Wehentropf wissen, und da die Herztöne des Babys völlig in Ordnung waren, hatten Claudia und Kathleen, die inzwischen als zweite Hebamme hinzugekommen war, keine Bedenken. Dennoch rang Claudia sich schließlich zu einem Dammschnitt durch, in der Hoffnung, dass sich dann etwas tun würde, und trotzdem musste ich noch eine ganze Weile pressen, bis ich irgendwann gar nicht mehr glaubte, dass ich es schaffen könnte. Doch nachdem ich unzählige Male die Position gewechselt, die Hand meines Mannes fast zu Mus gequetscht und irgendwann angefangen hatte, in den kurzen Wehenpausen vor lauter Erschöpfung in den Sekundenschlaf zu fallen, kam dann um 10.04 Uhr endlich, endlich das Köpfchen ganz heraus. Augenblicke später lag mein kleiner Samuel auf meinem Bauch und alle Müdigkeit, Schmerzen und Verzweiflung waren wie weggeblasen!

Das Nähen war dann höchstens noch eine lästige Pflicht. Als auch das erledigt war, durften wir drei uns erst mal erholen und ein bisschen schlafen. Auch für Frühstück war gesorgt. Ganz in Ruhe konnten wir die nötige Kraft tanken, um uns nachmittags auf den Heimweg zu machen.

Auch die folgenden Wochen wurden wir ebenso liebevoll wie kompetent betreut, so dass auch die kleinen und etwas größeren Sorgen und Nöte in der Anfangsphase überwunden werden konnten. So entwickelte sich Samuel zu einem richtigen kleinen Sonnenschein, dem man absolut anmerkt, wie rundum gut versorgt er von Anfang an war!

Danke für die viele Hilfe und Unterstützung, für die endlose Geduld, das Mutmachen, die guten Tips und Antworten auf tausend Fragen - und für den besten Kaffee meines Lebens, den ich um drei Uhr morgens bei Euch bekam! ;-)

Wir sehen uns zum nächsten Baby!


Geburtsbericht Paul

Hallo, ich bin Paul und habe am 15.September 2012 etwas unglaublich Aufregendes erlebt. Bis dahin war ich im Bauch meiner Mama, aber da wurde es mir allmählich doch etwas zu eng, weil ich doch schon 53 cm groß und 4120g schwer war. Außerdem warteten neben meiner Mama und meinem Papa auch schon meine große Schwester und mein großer Bruder ganz ungeduldig auf mich. Also machte ich mich am Nachmittag, den 15.9. doch allmählich auf den Weg.

Claudia hat Mama und Papa zunächst noch einmal zuhause besucht, um zu schauen, ob ich nun wirklich auf die Welt kommen möchte. Claudias Stimme kenne ich schon, seit ich ganz klein war. Sie hat meiner Mama immer mit Rat und Tat beiseite gestanden und war auch schon in der Schwangerschaft und bei der Geburt von meinem Bruder dabei. Ihr kann man also vertrauen. Claudia war der Meinung, meine Eltern sollten direkt ins Geburtshaus nach Bad Tölz fahren. Und das war auch gut so, denn ich hatte es schon etwas eilig. Dort angekommen, bekam meine Mama erst einmal etwas zu trinken und Claudia passte gut darauf auf, dass es mir immer gut ging.

Dann war es schließlich soweit: um 19.41 Uhr erblickte ich das Licht der Welt und es war wirklich toll – kein bisschen grell und außerdem war alles ganz ruhig. Claudia und Kathleen sprachen ganz leise miteinander und ich durfte gleich nach meiner Geburt ganz lange bei meiner Mama und meinem Papa bleiben. Das war wirklich eine tolle Ankunft – hoffentlich geht das hier jetzt alles so weiter….

Als sich alle von der Geburt etwas erholt hatten, bekamen meine Eltern sogar noch etwas zu essen und zu trinken und ganz viel guten Zuspruch. Und als wir dann alle gestärkt waren, durften wir gleich nach Hause fahren, wo meine beiden Geschwister mich schon sehnlichst erwarteten. Die ersten Tage zuhause verliefen dann genauso ruhig und entspannt wie meine Geburt.

Vielen Dank Claudia, dass ich in so einer schönen Atmosphäre auf die Welt kommen durfte – das soll ich Dir auch noch von meinen Eltern sagen. Eigentlich schade, dass Du uns jetzt bald nicht mehr zuhause besuchen kommst, weil ich jetzt ja schon so groß bin….

Liebe Grüße Paul


Geburtsbericht von David Andreas

Claudia Hindenburg betreute mich bereits während der Schwangerschaft und ich war sehr froh eine liebe und kompetente Hebamme an meiner Seite zu haben, denn selbst bei der dritten Schwangerschaft tauchen noch viele Fragen auf. Glücklich war ich auch darüber, dass sie mir empfahl einen Hypnobirthing Kurs als Geburtsvorbereitung zu machen, da ich eine traumatische Erstgeburt erlebt hatte und obwohl die zweite Geburt bereits besser lief lagen noch einige Ängste tief vergraben.

Am 4.11.2011 war es dann soweit, um 3 Uhr morgens begannen die Wehen und ich freute mich auf die Geburt unseres dritten Kindes. Zudem feierten wir morgens den 40igsten Geburtstag vom Papa und ich war mir sicher, dass unser Sohn David mit dem Papa mitfeiern wollte. Claudia kam Mittags vorbei, akupunktierte mich und wir entschieden, dass sie noch einmal fahren konnte. Gegen Abend kam sie wieder und blieb bei mir, worüber ich sehr froh war, denn zu der Zeit wurden die Wehen kürzer und heftiger. Irgendwann gegen 21.00/22.00 Uhr mussten wir entscheiden, ob es nun in`s Geburtshaus nach Bad Tölz geht oder wir zuhause bleiben wollten. Da ich bereits müde war und es draussen kalt und ungemütlich aussah, entschied ich mich daheim zu bleiben. Und so wurde aus einer ursprünglich geplanten Entbindung im Geburtshaus eine Hausgeburt.

David ließ sich noch Zeit, nach 24.00 Uhr rief Claudia die zweite Hebamme Claudia Waßmann dazu und um 2.49 Uhr kam David dann auf die Welt. Ich bin dankbar, dass Claudia uns zu jederzeit ruhig und unterstützend zur Seite stand und vor allem so spontan war mit uns zuhause zu bleiben.

Bereits einige Minuten nach David`s Geburt wachten die Schwestern auf und staunten mit großen Augen über Ihren Bruder, der noch mit Nabelschnur auf Mamas Bauch lag.

Ich danke Euch und empfehle jeder Frau eine Hausgeburt oder eine Entbindung im Geburtshaus.

Eure Daniela mit Mario, Mia, Cosima und David


Geburtsbericht der kleinen Lilly

Angefangen hat alles damit, dass ich meinen Frauenarzt fragte, ob ich mir eine Hebamme suchen sollte, da es meine 1.ste Schwangerschaft war und ich eine ziemlich junge Mami mit 21 werden würde. Er meinte, das brauche ich nicht, ich hätte im Krankenhaus automatisch eine...

Da ich sowas von allergisch auf Krankenhäuser bin, und ich eine Hebamme - auch schon zur Vorsorge haben wollte, suchte ich trotzdem, und fand Gott sei Dank das Geburtshaus und seine lieben Hebammen:-)...

Bei meinem 1.sten Vorsorgetermin bei Annemarie war der Papa auch dabei, (der sich erst unsicher war ob das Geburtshaus eine gute Idee wäre so ohne Ärzte). Wir fühlten uns aber auf Anhieb sehr wohl, was mir sehr sehr wichtig war...

Annemarie erklärte uns alles, trotzdem war ich mir erst nicht sicher, ob ich im Krankenhaus oder im Geburtshaus entbinden sollte, da man ja nicht weiß, ob alles gut läuft. Nach einem kurzen hin- und her überlegen, machten wir mit Annemarie aus, unsere kleine Maus im Geburtshaus zu bekommen und bei eventuellen Schwierigkeiten sofort verlegt zu werden, wovon wir erst einmal nicht ausgingen, da die Schwangerschaft schon komplikationslos verlief..

Wir merkten dann ganz ganz schnell, dass wir bei Annemarie in guten Händen sind. Bei jedem Weh - Wehchen wusste Sie Rat und gab mir viele Tipps mit Tees, Badezusätzen und anderen Wundermittelchen.

Unsere süße Maus sollte am 4. Januar 2012 auf die Welt kommen, -wollte aber nicht:-)

Da mich mein Frauenarzt über Weihnachten bis einschließlich Silvester wahnsinnig machte -die Rede von Einleitung und Kaiserschnitt war, ohne ersichtlichen Grund für uns, bekam ich Angst und wurde langsam wütend, warum das alles noch vor dem Entbindungstermin??... Das verstanden wir nicht. Wieder einmal war Annemarie unser Seelentröster und machte uns Mut.

Somit gab es jetzt nur noch unsere Hebamme, den Papa, mich und die Hoffnung, dass alles gut geht, denn trotz allem wollten wir es im Geburtshaus versuchen...

Am 11.1.12 in der Nacht sollte es dank bestimmter Globuli, die mir Annemarie am Nachmittag noch mit gab, und einem Hebammentee langsam "mit leichten Wehen" losgehen..Wir waren mittlerweile genau 7 Tage über dem Termin. Da ich unregelmäßige Wehen ca. alle 15 Minuten schon leicht veratmen musste, Durchfall bekam und Erbrechen - das Gott sei Dank nur von kurzer Dauer war. Daraufhin rief ich Annemarie an, da ich nicht genau wusste was nun. Sie riet uns nochmal zu schlafen, und Baden zu gehen wenn möglich. Das schaffte ich noch, wusste aber es geht langsam los. Wir schliefen dann um 5 Uhr morgens nochmal ein, bzw. ich konnte nochmal schön entspannen...

12.1.12: Annemarie meldete sich bis Nachmittag regelmäßig und wollte wissen wie es mir geht und wie lang die Abstände der Wehen sind. Um halb drei Nachmittag kam Sie nochmal vorbei und gab mir nochmals die "Wunder-Globuli"...eine Stunde später wurden die Wehenabstände immer kürzer und heftiger...

Um halb sechs abends rief ich Annemarie wieder an und sagte ihr die Wehen kommen nun alle 2 Minuten - ich musste zwischendurch veratmen, währenddessen hörten wir auf zu reden, dann meinte Sie, wir sollten uns auf den Weg ins Geburtshaus machen...

Im Geburtshaus angekommen nahm Sie mich sofort in Empfang und brachte mich zum Bett, währenddessen schon Badewasser einlief...überall standen Kerzen. Es war wohlig warm und sehr schön, Wir fühlten uns sooo wohl...Ich ging dann auch bald in die Wanne, mein Freund setzte sich vor mich, reichte mir Tee, redete und lachte mit mir, das war alles sehr entspannend. Als ich merkte, dass die Wehenabstände kürzer werden, bat ich meinen Freund mir aus der Wanne und zum Bett zu helfen...dort angekommen baute ich mir einen Turm aus Kissen und Decken, zwischendurch stoppte ich um zu veratmen. Dann lehnte ich mich im 4 Füßlerstand mit meinen Armen und dem Oberkörper auf meinen Turm, vergrub bei jeder Wehe mein Gesicht und atmete diese weg so gut es ging, dazu massierte mich mein Freund im unteren Rückenbereich. Das tat mir sehr gut, obwohl ich davor immer dachte Berührungen während so starker Schmerzen wären nichts für mich, aber genau das Gegenteil war der Fall. Annemarie hielt sich noch eher zurück, war aber immer da wenn ich sie brauchte. Dann platzte die Fruchtblase und ich erschrak wahnsinnig, da es nicht wenig Wasser war:-)...

Die zweite Hebamme Nadia war mittlerweile eingetroffen, als Annemarie mich bat, es auf dem Gebär-Hocker weiter zu versuchen. In einer nur noch sehr kurzen Wehen Pause, halfen Sie mir auf den Hocker und dann ging es relativ schnell...Ich dachte ich schaff es nicht, aber ich krallte mich in die Knie meines Freundes der hinter mir saß und sagte ständig zu Annemarie die vor mir saß, ..."ich krieg einen Vogel, Ich krieg eine Krise"... Sie sagte dann immer ..."nein du bekommst ein Kind"...Wir mussten lachen und die Zeit verging im Flug, bis sie sagte, sie sieht den Kopf.Ich habe es gleich geschafft...um 20.49 Uhr war Sie dann da, unser Engelchen. Zwar 8 Tage später, aber dafür schaute Sie uns umso entspannter, rosiger und mit Ihren großen Augen an, als ich fragte ob Sie meins wäre:-). Ich konnte es nicht glauben...

Mein Freund und ich hielten die kleine Maus noch kurz im Arm, dann halfen Sie mir ins Bett und wir drei konnten uns erst einmal begutachten und kuscheln...

Dann fragte mich Annemarie ob ich mich frisch machen möchte, währenddessen würden Nadia und der Papa die Kleine versorgen und anziehen. Ich stimmte zu, empfand alles sooo schön und fühlte mich immer noch sehr geborgen.

Ungefähr zwei Stunden später schauten wir, wie es meinem Kreislauf geht. Man half mir beim Aufstehen... da alles wunderbar war, sind wir nach einer weiteren halben Stunde ganz gemütlich nach Hause fahren.

Liebe Annemarie, Liebe Nadia,

da ich so Angst hatte vor Komplikationen und dem Krankenhaus, möchten wir euch von ganzem Herzen danken, dass wir dieses wunderschöne Gefühl das erste Mal Eltern zu werden mit euch teilen durften, und uns in so einer wunderbaren Umgebung und kompetenten Betreuung befinden konnten...Wir würden es genauso immer wieder machen!!

Es war das heftigste und wunderschönste zugleich das wir in unserem Leben bis jetzt erleben durften, vielen Dank für Alles

Daniela, Marcel und die kleine Knutschkugel Lilly


Geburtsbericht Antonia, geb. 29.08.2011, 10.07 Uhr

Nach 3 langen Tagen wartend, einem weiten Spaziergang, einem großen Eisbecher, Akupunktur und homöopathischen Globuli spürte ich Sonntagabend gegen 21.30 Uhr, dass endlich Wehen begannen. Da die Geburt unserer älteren Tochter Elisabeth dauerte, meinte ich nur zu meinem Mann, dass er vermutlich morgen daheim bleiben kann. Am Telefon zu Claudia, dass Sie besser früh schlafen gehen solle, falls mein Anruf Sie nachts raus läutet. Trotz leichter Wehen ging ich ins Bett und schlief, bis 2 Uhr, hielt es dort dann nicht mehr aus und vertrieb mir die Zeit in der Badwanne. Danach mit Fernsehschauen, bis ich schließlich dem Programm, während der Wehe nicht mehr folgen konnte. Trotz allem ging ich nochmals ins Bett um mich zwischen den Wehen auszuruhen. Gegen 5.30 Uhr weckte ich schließlich meinen Mann und rief Claudia an.

Sie kam gegen 6.15 Uhr mit frischen Semmeln, sehr fein, dass lob ich mir. Schön wie vertraut man mit einander wird.

Gleich nach dem Ankommen kontrollierte Sie die Herztöne unseres Babys, welche in Ordnung waren, und die Öffnung meines, bis dahin, 5-6cm geöffneten Muttermundes. Meine stärker werdenden Wehen wartete ich im Wohnzimmer, auf und ab wandernd, ab. Zum veratmen stütze ich mich auf einen Stuhl. Unsere 3jährige Tochter Elisabeth wachte gegen 6.30 Uhr auf und freute sich dass Claudia da war. Gleich unterstützte Sie Sie tatkräftig bei der Herztonkontrolle. Gegen 8 Uhr kam dann Claudia C. hinzu. Obwohl ich Sie vorher nur einmal gesehen habe gingen wir sehr vertraut miteinander um, wodurch die Atmosphäre sehr entspannt war. Irgendwann gingen die Wehen dann in Presswehen über und wir wanderten ins Schlafzimmer, wo Claudia bereits Geburtshocker und Lacken ausgebreitet hatte. Die Wehen veratmete ich dort über den Gymnastikball kniend, hinter dem mein Mann auf einem Stuhl saß und meine Hände hielt.

Nachdem ich die Schmerzen immer stärker wurden, ich es nicht mehr aushielt, traute ich mich endlich so fest zu pressen, dass die Fruchtblase platzte, ich spürte nur das warme Nass über meine Beine laufen. Claudia bat mich noch mal für ein zwei Wehen ins Bett zu legen, damit der Kopf des Babys richtig ins Becken rutschte. Dies klappte wohl gut, denn danach sollte ich wieder aufstehen und auf den Geburtshocker, was mich extrem viel Überwindung kostete. Dort sitzend stütze ich mich währende der Wehe auf die Knie meines Mannes, der seinen Platz hinter dem Hocker hatte. Wie er nach der Geburt noch laufen konnte ist mir ein Rätsel. Nach ein paar Wehen (zumindest nach heutigem Empfinden) meinte Claudia, Sie könne das Köpfenchen schon sehen und ich solle ruhig mal hin fassen, da man schon Zöpfe flechten könne so viel Haare hätte unser Kind. Zu diesem Zeitpunkt war ich so an meiner Grenze, dass ich dies erst nicht schaffte bis Sie es noch mal wiederholte und ich den Kopf fühlte. Völlig unbeschreiblich.

Nach 1-2 weiteren Wehen, nach hinten lehnend und einem „langsam langsam Conny“ kam unsere kleine Antonia auf diese Welt. Gesund und Rosig. Ach und unsere Elisabeth war die ganze Zeit life dabei. Hat sich bei den letzten Wehen die Ohren zu gehalten, mein Mann und Clausdia C. erklärten Ihr immer wieder das es ganz normal und in Ordnung sei wenn die Mama schreit und es bald vorbei ist. Zum Ende der Geburt stand Elisabeth dann auf dem Bett und feuerte uns an: „Baby komm raus!!!“ Eine richtige Familiengeburt, die beste Entscheidung!!!

Danke für Eure liebevolle Betreuung!


Geburtsbericht zur Geburt von Nia-Luna am 17.08.2010

Liebe Claudia und liebe Annemarie,

vorneweg möchten wir nochmals Danke sagen, für alles was Ihr beide für uns getan habt. Ganz besonders und persönlich möchte ich aber dir Claudia für deine großartige Hilfe während der Schwangerschaft, kurz vor, während und nach der Geburt von Nia, danken.
Für uns war sehr schnell klar, dass wir im Geburtshaus entbinden möchten, da unsere anderen beiden Töchter in einem Krankenhaus zur Welt kamen, wo es trubelig uns unruhig zuging.
Die Angst, dass dieser Wunsch aus irgendwelchen Gründen nicht klappt, wurde uns durch das liebevolle und intensive Zureden von Claudia, bei der ich bereits ab der 6. SSW in Betreuung war, genommen.
Auch wieder etwas früher, als vor dem besagten Geburtstermin meldete sich Nia immer wieder mit leichten bis hin zu starken Wehen bei uns an.
Claudia hat uns aber auch durch diese Zeit sehr mit Akupunktur und gutem Zureden begleitet.
In der Nacht von 13. August auf den 14. August waren die Wehen so regelmäßig und stark, so dass ich nach einiger Zeit Claudia anrief, die dann auch sofort kam.
Ich ging noch zuhause in die Wanne und wir testeten, ob es sich um „echte“ Wehen handelte. Ich empfand das auf jeden Fall so und wir entschieden nun in aller Ruhe ins Geburtshaus zu fahren. Dort hat es uns Claudia ganz gemütlich gemacht und ich konnte mich trotz stetig gleichbleibender Wehen gut entspannen und wohlfühlen. Leider waren diese Wehen nicht so intensiv um die Geburt trotz etlicher Versuche, sie zu intensivieren, voran zu treiben. So fuhren wir etwas enttäuscht erst mal wieder nach Hause. Claudia stand uns weiter fürsorglich zur Seite und tröstete uns über die Enttäuschung etwas hinweg.

Am Dienstag drauf akupunktierte mich Claudia dann sehr intensiv und kurz danach setzen stärkere Wehen ein. Wir fuhren nach Bad Tölz und waren dann ab 12 Uhr mit Claudia im Geburtshaus. Dort wurde uns wieder eine heimelige Atmosphäre geschaffen mit Kerzen und etwas zu essen und zu trinken. Ich konnte die Wehen prima veratmen, man ließ mir eine Wanne ein, wo ich aber nach kurzer Zeit wieder raus wollte. Wir konnten allem freien Lauf lassen und haben uns daher sehr wohl und sicher gefühlt. Gegen halb vier wurden die Wehen so stark, dass die Geburt kurz bevor stand. Schlußendlich konnten wir um 16.18 Uhr Nia in einer wunderschönen, gemütlichen Umgebung in aller Ruhe auf die Welt bringen.

Es war für uns beide dank, Claudia und Annemarie, einer der schönsten und intensivsten Momente in unserem Leben.

Selbst als mein Kreislauf es nicht zuließ, das Geburtshaus nach ein paar Stunden zu verlassen, blieb Claudia die ganze Nacht mit uns dort und betreute uns rund um die Uhr.
Am nächsten Morgen fühlte ich mich dann sicher genug, um nach Hause zu gehen und wir fuhren nach einem gemütlichen, gemeinsamen Frühstück in aller Ruhe nach Hause.
Nia war sehr klein und zart bei ihrer Geburt und auch hier wurde deshalb keine Unruhe gemacht. Nia durfte sich Zeit lassen, um auf dieser Welt anzukommen.
In der täglichen Nachsorge wurde optimal für uns gesorgt, so dass wir uns auch hier sicher gefühlt haben, den richtigen Weg gegangen zu sein.

Noch heute denken wir an jeden Moment, der im Geburtshaus passierte, mit Glückstränen in den Augen zurück und dafür danken wir Euch in aller Form von ganzem Herzen.

Frank, Susanne mit Nia, Carla und Milly


Von meiner Nachbarin hatte ich vom Geburtshaus in Tölz gehört. Ich erwartete mein erstes Kind und wünschte mir eine natürliche Geburt in einer angenehmen Atmosphäre. Gemeinsam mit meinem Mann gingen wir zu einem der Besichtungstermine und waren sofort von den dortigen Hebammen und dem Ambiente begeistert. Am Tag der Geburt meiner Tochter kam Claudia, welche mich schon während der Schwangerschaft begleitet hatte, nachts um 12 Uhr zu mir nach Hause nach einem Blasensprung. Sie akupunktierte mich und schlug vor, dass wir uns noch ausruhen sollten, bis sich die Wehen einpendeln. Währenddessen wollte sie im Geburtshaus auf uns warten bis wir bereit waren. Um 2:30 Uhr verständigten wir Claudia, dass wir uns nun auf den Weg machen. In der Zwischenzeit hatte sie überall im Geburtshaus Kerzen aufgestellt und für eine heimelige Umgebung gesorgt. Vor der Geburt kam die zweite Hebamme Annemarie hinzu. Ich bin froh, dass sich mein Mann und ich für eine Geburt im Geburtshaus entschieden haben. Es war uns dort möglich unser Kind so auf die Welt zu bringen, wie wir uns das gewünscht haben. Wir konnten in Ruhe und Geborgenheit unsere kleine Tochter empfangen. Meine Hebamme vermittelte mir die dafür nötige Sicherheit, dass ich das schaffen kann – schließlich wusste ich als Erstgebärende nicht, was auf mich zukam. So wurde die Geburt meiner Tochter zum bisher schönsten Erlebnis in meinem Leben.


Geburtsbericht Philipp (*08.01.2010 um 1.14 Uhr)

Die sanfte Geburt...ja, das wars wirklich.
Bei unsrem ersten Kind wolllten wir alles richtig machen, und ich denke das haben wir auch. Diesen intimen Moment der Geburt, durften wir ganz in Ruhe und Geborgenheit, ohne Trubel erleben, nur wir 3. Angst hatte ich nie vor der Geburt, ich war ja bestens vorbereitet. Die extreme Wohlfühlatmosphäre hat mir geholfen, entspannt loszulassen. Natürlich hatte auch ich Schmerzen, aber mit dem wunderbarsten Mann der Welt an meiner Seite, der einfach alles richtig gemacht hat, Annemarie Wolf und Claudia H. im Gepäck konnte nichts schief gehen. Ich spürte zu jeder Zeit während dieser Nacht die Sicherheit, Kompetenz und absolut liebevolle Betreuung meiner Hebammen.

Danke für die hervorragende Betreuung vor, während und nach der Geburt von Philipp! Ich würde mich immer wieder für Euch entscheiden! Alles Gute

Familie Bachfischer


Liebes Geburtshausteam,

ich möchte mich noch einmal ganz herzlich für Eure tolle Arbeit bedanken!
Als ich in der Zeitung erfahren habe, dass in Bad Tölz ein Geburtshaus eröffnet, war ich ganz begeistert. Spätestens bei der Besichtigung stand für mich fest, dass mein 3. Kind dort und nicht in einem anonymen Krankenhaus zur Welt kommt.

Ich finde es schön, dass man sich im Geburtshaus eine Hebamme aussuchen kann, die ei-nen schon in der Schwangerschaft begleitet. Vor allem auf der Fahrt zur Geburt ist es ein beruhigendes Gefühl, von Jemandem erwartet zu werden, den man kennt und dem man ver-traut.

Auch während der Geburt herrscht eine unglaublich angenehme entspannte Atmosphäre, da man sich in den schönen Räumlichkeiten bei Kerzenschein ganz wie zu Hause fühlt. Sehr positiv empfand ich, dass die technischen Geräte nicht so im Vordergrund standen und man sich dadurch viel freier bewegen konnte. Ich habe mich bei Euch rundherum gut aufgehoben und geborgen gefühlt.

DANKE, Annemarie


Nach einem völlig problemlosen ersten Drittel der Schwangerschaft, folgte das zweite Drittel mit vielen Vorwehen und einem 10 -tägigen stationären Aufenthalt im Krankenhaus mit Wehenhemmertropf und einiger weiterer Chemie. Von da an stand für mich fest nur im Notfall im Krankenhaus zu entbinden. Zu Hause wollte ich nicht, da dann alles Organisatorische wieder an mir hängen geblieben wäre, und weil ich im 2. Stock in einer Wohnung wohl auch nicht die nötige Ruhe gefunden hätte. Meine miesbacher Hebamme hat mir dann vorgeschlagen im neu eröffneten Geburtshaus in Bad Tölz zu gebären, wo sie mit mir mitkommen könne. Also machte ich einen Termin mit Annemarie vom Geburtshaus aus, um mir alles anzuschauen und noch einige Informationen zu bekommen. Annemarie, die ich ja bis dahin nicht kannte, machte sofort einen netten und kompetenten Eindruck auf mich. Und ich denke mal, das war mit ein Grund warum ich mich dann so schnell für das Geburtshaus entschieden habe.

Mein Baby ließ sich nach all den Vorwehen und trotz der Angst der Krankenhausärzte vor einer Frühgeburt in der 24. Woche, dann am Ende Zeit und strapazierte meine Geduld eine Woche über den Geburtstermin hinaus.

Am Abend des 3.6.10 um 22.30 bin ich dann ins Bett und bekam eine Wehe, bei der ich sofort wusste: jetzt geht’s los. Zuvor hatte ich Bedenken, ob ich den Anfang überhaupt bemerken würde, nachdem ich ja schon immer leichte Wehen hatte. Aber diese Bedenken waren sofort zerstreut, weil diese Wehe war anders, nämlich deutlich schmerzhafter. Also nahm ich mir ein Buch und versuchte zwischen den Wehen zu lesen. Das klappte auch am Anfang ganz gut, weil der Abstand zwischen den Wehen beinahe eine viertel Stunde war. Um 2.00 hab ich dann meine Hebamme (Rufbereitschaft) angerufen und ihr gesagt wie´s mir geht. Sie meinte dann bei einer Erstgebärenden würde die Eröffnungsphase noch eine ganze Zeit länger dauern und ich solle doch noch ein bisschen „rumwehen“ und vielleicht ein Bad nehmen. Ich biss die Zähne zusammen und tat wie mir geheissen. Aber nach dem Bad und ganz schön schmerzhaften Wehen, immer noch mit sehr grossen Abständen, hatte ich das Gefühl alleine nicht mehr weiter zu können und mein Mann hat dann nochmal bei der Hebamme angerufen, die dann sofort gekommen ist. In einer Wehenpause stellte sie fest, dass der Muttermund schon 7 cm geöffnet war und meinte nur: Wenn ins Geburtshaus, dann sofort.

Kaum im Geburtshaus angekommen, es war etwa 5.00 Uhr, hatte ich noch im Vorraum einen Blasensprung. Und Annemarie, die schon da war, begleitete mich ins Geburtszimmer. Nun war der Muttermund fast 10 cm offen, aber leider wollte es jetzt nicht mehr so schnell weitergehen, wie davor. Annemarie und meine Hebamme ermunterten mich immer wieder die Position zu wechseln und schließlich ließen sie mir nochmal ein Bad ein. Inzwischen war ich schon ganz schön müde, immerhin war ich seit mehr als 25 Stunden auf. Die Wehenpausen waren immer noch lang, sodass ich in der Wanne immer wieder einnickte. Nun war ich also in der berühmt-berüchtigten „Übergangsphase“, wo scheinbar nichts weitergeht und man noch nichts „machen“ darf. Sprich nicht pressen, auch wenn man noch so einen Drang danach verspürt.

In der Zwischenzeit musste Annemarie nach Schliersee, wo sich die nächste Geburt ankündigte. Deshalb wurde sie von Claudia abgelöst, sodass ich immer von 2 Hebammen betreut wurde.

Sooft ich wollte, bekam ich Wasser zu trinken, weil ich furchtbar Durst hatte.
Nach der Wanne durfte ich aufs Bett und es fiel mir zunehmend schwerer nicht zu pressen. Ganz davon abgesehen, dass meine Geduld nun langsam am Ende war und ich nun endlich was „tun“ wollte. Im Gegensatz zu mir blieben meine beiden Betreuerinnen völlig relaxt und geduldig und schlugen mir abwechselnd Positionen zwischen Bett, Gebärhocker, stehen und Vierfüsslerstand vor. Irgendwann kam die für mich erlösende Bemerkung, dass ich nun endlich pressen durfte. Inzwischen hatten mich die Hebammen auf den Gebärhocker gelotst und überwachten immer wieder die Herztöne mit einem mobilen Gerät. Mit meiner ganzen Kraft und den ermunternden Worten der Hebammen: Du schaffst das, nur noch ein kleines Stück, ich seh´ schon die Haare,… kam unser kleiner Matthias am Freitag 4.6.2010, um 9.00 Uhr eine Woche nach seinem Termin auf die Welt. Kaum war er da, bekam ich ihn auch schon in die Arme. Aber ich wollte sofort auf´s Bett und dort kuschelte ich mich in die roten Decken und nahm mein laut brüllendes Kind ganz nahe zu mir. Mein Mann, der die ganze Zeit hinter mir war und mich gestützt hatte, wenn es nötig war, machte erst ein Photo und kam dann auf die andere Seite auch ins Bett und so konnten wir Klein-Matthias gemeinsam begrüßen. 3780g war er schwer, 35,5 cm war der Kopfumfang und etwa 51 cm war er lang. Aber das hab ich da gar nicht mitbekommen, sondern erst viel später im Mutterpass gelesen.

Inzwischen war die Geburt in Schliersee soweit fortgeschritten, dass mich meine Hebamme nun auch verlassen musste, und so blieb ich in der fürsorglichen Obhut von Claudia. Zur Stärkung bekamen wir Butterbrezen, Kakao und Tee direkt ins Bett serviert. Claudia zeigte mir wie ich Matthias an die Brust anlegen konnte, damit er schon einmal eine Idee davon bekommen konnte, wie man trinkt. Um 11.30 haben wir dann die Heimreise angetreten. Das erste Kind das im Geburtshaus nach der langen Regenzeit bei Sonnenschein geboren wurde!

Ganz lieben Dank für die fürsorgliche, professionelle, geduldige und liebevolle Betreuung bei der Geburt!

Karin, Matthias und Georg.